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Radlast-Ausgleich
Einmess- und Beilage-Rechner
Projekte
Angaben
So gehst du vor
Einmal pro Wagentyp
Eine Feder mit dem Messschieber ausmessen – eingebaut, nicht ausbauen:
Drahtdicke, Durchmesser aussen, tragende Windungen zählen.
Zählen: wie viele Federn pro Rad (bei Drehgestellen meist zwei).
Unten bei „S ausrechnen, statt raten" eintragen →
Auf alle Räder übernehmen.
S aufschreiben. Beim nächsten Wagen gleicher Bauart fällt das weg.
Bei jedem Wagen
Mit jedem Rad auf die Waage, Werte notieren.
Oben Wagentyp und Geometrie eintragen.
Die Lasten je Rad eintragen, S steht schon.
Spalte Beilage ablesen, PDF erstellen, Scheiben einlegen.
Beim Wägen aufpassen: Alle Räder müssen auf gleicher Höhe stehen.
Ist die Waagplatte höher oder tiefer als die Schiene, verwindest du den Wagen
beim Auffahren – und misst genau die Verwindung, die du wegrechnen willst.
Dann sind die Zahlen falsch, und zwar deutlich.
Gleis waagrecht · Bremse gelöst · Wagen in demselben Beladungszustand
(Tank ganz leer oder ganz voll) und das aufschreiben.
Eine Wägung genügt, wenn S stimmt. Mehrere Runden brauchte es früher nur,
weil S unbekannt war – die Runden waren die S-Messung.
1 · Wagentyp & Geometrie
2 · Messung & Beilagen
Rad
Last [kg]
S [kg/mm]
Ziel [kg]
Δ [kg]
Beilage [mm]
S = kg mehr am Rad pro mm Beilage. Unbekannt? Unten ausrechnen lassen – dann genügt eine Wägung. Nur das Verhältnis der S zählt für die Verteilung auf die Räder, der Absolutwert für die Millimeter: ist S um 20 % falsch, ist die Beilage um 20 % falsch.
S ausrechnen, statt raten
Du musst den Federdruck nicht kennen. Bei einer Schraubenfeder genügen drei Masse, die du bei der Revision mit dem Messschieber abnimmst.
Alte Federn: Eine Schraubenfeder wird mit den Jahren kaum weicher – sie setzt sich nur, der Wagen sinkt ab. Weicher macht sie der Rost: die Drahtdicke steht in der Formel hoch vier. Darum die Drahtdicke an der dünnsten, rostigsten Stelle messen. Bist du unsicher, miss die Feder auf der Presse – das sticht jede Formel.
Einzelne Räder kannst du danach von Hand ändern.
Material: Bei alten Eisenbahnwagen ist es praktisch immer gewöhnlicher Federstahl – lass die Auswahl so. Rostfrei oder Bronze gibt deutlich weichere Federn (bis zu einem Drittel), das kommt aber nur bei Sonderteilen vor. Der Unterschied zwischen den zwei Stahlsorten ist klein (2 %); die Drahtdicke wiegt viel schwerer.
Gilt für Schraubenfedern. Für Blattfedern führt die Formel in die Irre – die misst du besser am Fahrzeug (Feld oben): Beilage rein, Last vorher/nachher ablesen.
3 · Lageplan (Blick von oben)
in ToleranzknappausserhalbPfeil ↑ = beilegen (Last fehlt) · ↓ = zu viel Last
4 · Ergebnis
Hinweis: Alle Werte sind rechnerische Empfehlungen. Beim Drehgestellwagen wird mit zwei starren Drehgestellrahmen gerechnet: Beilagen verschieben Last nur über Kreuz, das Gewicht je Achse und je Seite bleibt. Die Beilagenhöhe hängt direkt von S ab – ist S um 20 % falsch, ist die Beilage um 20 % falsch. Bei Blattfedern mit innerer Reibung kann eine Kontrollwägung nötig sein. Die sicherheitsrelevante Beurteilung (Radentlastung, Entgleisungssicherheit, Zulassung) bleibt bei der Fachperson. Daten werden nur lokal in diesem Browser gespeichert.